Alarmierungszeit: 01:30 Uhr
Stichwort: T PERSON GAS
Alarmierungsart: Sirene
Einsatzart: Technischer Einsatz
Einsatzort: Neuer Platz
Fahrzeuge: KDOF, TLF-A 4000/1, TLF-A 4000/2
Weitere Kräfte: KNG Störungsdienst Gas, KNG Störungsdienst Strom, Polizei, Rauchfangkehrer Gelbmann, Rotes Kreuz
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Einsatzbericht:
Am Freitagabend war ein Bewohner eines Mehrparteienwohnhauses am Neuen Platz in Spittal an der Drau aufgrund einer technischen Störung mit Reparaturarbeiten an der Gasheizungsanlage des Gebäudes beschäftigt. Nach mehreren Stunden klagte der Mann über Schmerzen sowie Vergiftungserscheinungen und wurde in das Krankenhaus Spittal gebracht, wo eine Kohlenmonoxid-Vergiftung vermutet wurde.
Da es sich bei dem betroffenen Objekt um ein Mehrparteienwohnhaus handelte und ein unkontrollierter Gasaustritt nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Feuerwehr Spittal an der Drau mit dem Einsatzstichwort „Gasaustritt – Person in Gefahr“ alarmiert.
Unmittelbar nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte wurde das gesamte Gebäude durch einen Atemschutztrupp mittels mehrerer Gasmessgeräte umfassend kontrolliert. Parallel dazu wurden der Gas- und Strom-Störungsdienst der Kärnten Netz GmbH an die Einsatzstelle beordert.
Im weiteren Einsatzverlauf musste durch den Rettungsdienst kurzfristig ein weiterer Bewohner des Hauses medizinisch versorgt werden, da auch dieser über Atemwegsbeschwerden klagte. Trotz intensiver Mess- und Kontrollarbeiten über eine Dauer von rund eineinhalb Stunden konnte kein aktiver Gasaustritt festgestellt oder gemessen werden. Vorsorglich wurde zusätzlich der örtliche Rauchfangkehrer an die Einsatzstelle angefordert, welcher die Rauchrohre und Abgasführungen auf mögliche Verstopfungen überprüfte.
Seitens der Einsatzkräfte wird davon ausgegangen, dass es im Zuge der Wartungs- bzw. Reparaturarbeiten an der Heizungsanlage zu einer unvollständigen Verbrennung gekommen ist, wodurch es zur Freisetzung von Kohlenmonoxid kam. Kohlenmonoxid ist besonders gefährlich, da es farb- und geruchlos ist und den Sauerstofftransport im Blut blockiert, was bereits nach kurzer Zeit zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann.
Die vorsorglich aus dem Gebäude evakuierten Bewohner konnten nach Abschluss aller Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen sowie Belüftung des Gebäudes wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Weiters wurde die Gaszufuhr abgedreht und verplombt.
Die Feuerwehr Spittal an der Drau stand mit drei Fahrzeugen und 22 Kräften im Einsatz. Neben der Feuerwehr waren ein Rettungswagen, zwei Streifen der Polizei, der örtliche Rauchfangkehrer sowie der Gas- und Strom-Störungsdienst der Kärnten Netz GmbH vor Ort.

