Am 20. Juni standen bei der Freiwilligen Feuerwehr Spittal an der Drau die „Olympischen Spiele der Feuerwehr“ am Programm. Was auf den ersten Blick nach einem kameradschaftlichen Wettkampf klang, war in Wirklichkeit ein Ausbildungstag in besonderem Format – mit Aufgaben, bei denen Wissen, Geschicklichkeit, Hausverstand und Teamarbeit gefragt waren.
Der Tag begann feierlich mit dem Hissen der Flagge und dem Entzünden des olympischen Feuers. Damit war der Startschuss für einen abwechslungsreichen Bewerbstag gegeben. Im Anschluss begannen die Einzelbewerbe, bei denen die Teilnehmer verschiedene Aufgaben aus dem Feuerwehralltag zu bewältigen hatten. Dazu zählten unter anderem das Befreien einer Person mittels Hebekissen, das Ziehen eines Fahrzeugs mittels Greifzug und loser Rolle sowie das Aufziehen einer Angriffsleitung. Dabei ging es nicht nur um Schnelligkeit, sondern vor allem um überlegtes Handeln, den richtigen Einsatz der Geräte und ein sicheres Arbeiten.
Nach den Einzelbewerben folgte ein Kleinfeldturnier der etwas anderen Art. In Zweierteams wurde mit Strahlrohren gegeneinander angetreten – eine sportliche und zugleich feuerwehrtypische Herausforderung. Aufgrund der derzeit angespannten Wassersituation in Spittal wurde dabei selbstverständlich auf einen besonders verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Wasser geachtet. Im Vordergrund standen der Spaß, die Kameradschaft und der gemeinsame Ausbildungscharakter der Veranstaltung.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war der Vortrag zum Thema Ausbildung durch Bundesfeuerwehrrat Klaus Tschabuschnig und Bezirksausbildungsbeauftragten Manfred Trattler. Beide gaben wertvolle Einblicke in die Bedeutung einer fundierten, laufenden und praxisnahen Ausbildung im Feuerwehrwesen. Damit wurde auch der eigentliche Gedanke dieses Tages nochmals unterstrichen: Ausbildung darf fordern, soll aber auch motivieren und Kameradschaft stärken.
Besonders erfreulich war auch der Besuch unserer Altkameraden. Mit Alfred Senfter, Peter und Werner Neuwirth, Sigi Pucher sowie Bernd Sengseis waren langjährige Kameraden vertreten. Kommandant-Stellvertreter Volker Hering begrüßte die Altkameraden, die Vertreter der Politik sowie alle anwesenden Kameradinnen und Kameraden und zeigte sich stolz auf die erbrachten Leistungen und den kameradschaftlichen Zusammenhalt an diesem besonderen Tag.
Auch Vizebürgermeister Willi Koch nahm an der Veranstaltung teil und überbrachte den Dank und die Anerkennung im Namen des Bürgermeisters. Seine Worte zeigten einmal mehr, welchen Stellenwert die Arbeit der Feuerwehr in der Gemeinde hat.
Die anschließende Siegerehrung konnte leider nur begonnen werden. Nach der ersten Urkundenübergabe musste die Veranstaltung aufgrund eines extremen Gewitters und der damit verbundenen Einsätze abgebrochen werden. Zahlreiche Feuerwehren standen in weiterer Folge im Einsatz. Dadurch verzögerte sich auch der gemütliche Ausklang, der später jedoch umso kameradschaftlicher gemeinsam nachgeholt wurde. Bei Speis und Trank fand der Tag schließlich doch noch einen passenden Abschluss.
Ein großer Dank gilt Bundesfeuerwehrrat Klaus Tschabuschnig, Bezirksausbildungsbeauftragtem Manfred Trattler, dem gesamten Organisationsteam sowie allen Helferinnen und Helfern, die diesen besonderen Ausbildungstag vorbereitet und möglich gemacht haben. Ebenso bedanken wir uns herzlich für die Bierfassspenden von Landtagsabgeordnetem Christoph Staudacher sowie Gerald Smesovsky von der Brauunion.
Als Ausbildungsbeauftragter bin ich, Pließnig Erich, besonders stolz darauf, wie dieser Tag angenommen wurde. Die Olympischen Spiele der FF Spittal haben gezeigt, dass Ausbildung nicht trocken sein muss, sondern praxisnah, fordernd und kameradschaftlich gestaltet werden kann. Trotz des wetterbedingten Abbruchs bleibt dieser Tag als gelungene Veranstaltung in Erinnerung – geprägt von Ausbildung, Zusammenhalt und echter Einsatzbereitschaft.
Eines steht bereits jetzt fest: Aufgrund des großen Erfolges werden die Olympischen Spiele der FF Spittal im nächsten Jahr definitiv wiederholt.
