Am Montag, dem 15. Juni 2026, führte die Freiwillige Feuerwehr Spittal an der Drau gemeinsam mit der Bergrettung Ortsstelle Spittal/Stockenboi eine äußerst anspruchsvolle Einsatzübung im Bereich “Wolfsberg” oberhalb von Spittal an der Drau durch.
Übungsannahme war ein schwerer Verkehrsunfall auf einem Forstweg. Ein PKW war von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich mehrmals überschlagen und kam schließlich auf dem Dach liegend in einer felsdurchsetzten Böschung zum Stillstand. Im Fahrzeug befand sich eine eingeklemmte Person, zusätzlich bestand die Gefahr, dass das Fahrzeug weiter abstürzt.
Nach dem Eintreffen führte der Einsatzleiter der Feuerwehr eine Lageerkundung durch und stimmte sich mit dem Einsatzleiter der Bergrettung über das weitere Vorgehen ab. Als erste Maßnahme wurde ein Seilgeländer aufgebaut, um einen gesicherten Abstieg zum verunfallten Fahrzeug zu ermöglichen. Parallel dazu wurde das Fahrzeug mittels Greifzug gesichert, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern.
Anschließend stieg die Mannschaft über das Seilgeländer zum Fahrzeug ab. Dort wurde die eingeklemmte Person mittels hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug befreit und für den Abtransport in einer Schleifkorbtrage vorbereitet. Währenddessen errichtete ein weiterer Teil der Mannschaft gemeinsam mit der Bergrettung eine Seilrutsche. Über diese konnte die verletzte Person in zwei Sektionen aus dem steilen Gelände nach oben transportiert und dem Rettungsdienst übergeben werden.
Nach Abschluss der Personenrettung wurde auch das verunfallte Fahrzeug aus der Böschung geborgen. Dazu kamen mehrere Umlenkrollen sowie die Seilwinde zum Einsatz, um das Fahrzeug kontrolliert zurück auf den Forstweg zu ziehen.
Die Übung stellte hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Besonders gefordert waren die sichere Zusammenarbeit im steilen Gelände, der richtige Einsatz von Seil- und Sicherungstechnik sowie die Abstimmung zwischen Feuerwehr und Bergrettung.
Ein besonderer Dank gilt der Bergrettung Ortsstelle Spittal/Stockenboi für die hervorragende Zusammenarbeit sowie Egger Martin vlg. Auenschmied für die Organisation des Übungsgeländes.
Ebenso gilt ein großer Dank jenen Feuerwehrkameraden, die bereits am Wochenende mit der Vorbereitung der Übung beschäftigt waren. Die aufwendige Vorbereitung erwies sich als sehr kräfteraubend und zeitintensiv, bildete jedoch die Grundlage für einen realistischen und lehrreichen Übungsablauf.
